Bodenarbeit/Liberty/Joinup

 

Bodenarbeit wird sehr häufig belächelt. Aber wer es einmal versucht stellt schnell fest, dass auch hier Zuneigung, Genauigkeit, Achtsamkeit zwischen dem Pferd und Mensch grundlegend aufgebaut und schnell gefestigt wird.

Es ist die elementare Basis für ein gutes Zusammenspiel mit dem Pferd.

Zudem macht es sehr viel Spaß.

 

 

Basic Spiele am Boden
Bodenarbeit - Basic Spiele am Boden
Sinn und Zweck der Spiele
Freundlichkeitsspiel: Es wird Vertrauen aufgebaut und hilft dem Pferd sich zu entspannen.
Weichen auf Druck: Das Pferd lernt auf stetigen Druck zu weichen und beim Reiten dadurch besser auf deine Zügel und Beinhilfen zu reagieren.
Weichen auf Rhythmus: Das Pferd lernt, ohne physischen Druck zu weichen, d.h. ohne dass das Pferd berührt wird
Vor- und Zurück: Schafft Geradheit und lernt rückwärts und vorwärts zu gehen, zudem wird die Aktivierung der Hinterhand gefördert.
Kreisspiel: Ist kein Longieren im herkömmlichen Sinne, da das Pferd mitdenken muss und Verantwortung übernimmt.
Seitwärtsgehen: Dehnung und Gymnastikzierung sowie Aufbau von Körperspannung, es ist auch wichtig für praktischen Dinge, z.B. Tore öffnen beim Reiten
Engpass durchqueren: Das Pferd lernt seine Angst vor engen Räumen und schmalen Durchgängen zu überwinden und sich zu entspannen. Es ist sehr hilfreich, z.B beim Verladen.

Join up, Follow up

 

Einen Join Up führt man am besten erstmal in einem Roundpen durch. Das Pferd wird von der Mitte auf dem äußerem Zirkel geschickt. Das Pferd sollte einige Runden z.B. auf der linken Hand laufen und danach wird gewechselt, in dem Du dem Pferd rechtzeitig durch entsprechende Signale den Weg weist. Wir beobachten das Pferd, ob es sein inneres Ohr und Auge nach uns richtet. Das ist ein gutes Zeichen für eine erste Kommunikation. Wenn das Pferd sich entspannt und den Kopf zum Boden nimmt und dabei noch kaut, ist das Pferd bereit wieder zurück zu uns zu kommen. Wir sollten dann den Druck wegnehmen und drehen uns weg.  Das Pferd wird dann stehenbleiben und zu uns in die Mitte hereinkommen.
Wir streicheln das Pferd am Kopf und schauen es aber nicht direkt in die Augen. Danach drehen wir uns wieder um und gehen weg  vom Pferd, das Pferd wird uns folgen, das nennt man Follow up. Jetzt haben wir eine Kommunikation zum Pferd aufgebaut, es wird uns vertrauen und sieht uns als „Leitmensch“. Ab diesem Punkt kann man zum nächsten Schritt übergehen und das Pferd den Sattel vorsichtig auflegen, ohne das man das Pferd anbindet. Ein erneutes Wegschicken und Herholen mit Sattel auf dem Rücken wäre vorteilhaft um die Reaktion zu beobachten wie es sich mit Sattel verhält, danach steigt man langsam auf. Ein Join up ist eine gute Basis für das Einreiten junger Pferde.

Liberty

Bei der Freiheitsdressur wirst Du sehen, ob Du eine wirkliche Verbindung zum Pferd aufgebaut hast. Du spielst mit deinem Pferd ohne Halfter und Seil. Die Verbindung besteht nur aus den folgenden Aspekten: LIEBE, SPRACHE, PARTNERSCHAFT und FREUNDSCHAFT!
Hast Du die Verbindung aufgebaut, kannst Du viel erreichen, es wird aussehen, als ob du mit deinem Pferd tanzt und ihr durch ein unsichtbares Seil verbunden seid. Liberty kannst Du am besten erstmal in einem RoundPen üben, dadurch ist es etwas einfacher für dich und dein Pferd.

 

Folge deinem Gefühl...