Gesundheit für Mensch und Pferd

Ein Pferd ist kein Körnerfresser

Der Verdauungsapparat des Pferdes ist nicht darauf ausgerichtet große Mengen an „Körnern“ (Kraftfutter) zu verdauen oder aber zu fressen. Die Natur hat das Pferd zum einen als Dauerfresser und zum andern für den Verzehr von großen Mengen an Rohfaser konturiert.
Dazu folgenden Hintergründe:
Durch die Auslegung als Dauerfresser produziert das Pferd konstant Magensäure. Der ausgiebige Kauprozess bedingt durch die trockene faserhaltige Struktur von Heu, sorgt für eine konstante Speichelproduktion in großem Maße. Durch den Speichel wird die Magensäure konstant auf ein für das Pferd gesundes Maß verdünnt. Dadurch schützt sich das Pferd auf natürliche Weise gegen Magengeschwüre, die ansonsten bei einem überhandnehmen von Magensäure entstehen würden.
Kraftfuttergaben von 5 Kilo und mehr lassen das Kolikrisiko um 600% ansteigen. Füttere nie mehr als 200 Gramm Stärke pro 100 kg Körpergewicht und Mahlzeit. Stärke sollte wenn irgendmöglich vollständig in Magen und Dünndarm verdaut werden. Gelangt unverdaute Stärke in den Blind- oder Dickdarm, so führt dieses zu einem Laktatanstieg und gleichzeitig zu einer Absenkung des PH Wertes in Blind und / oder Dickdarm.
Blind- und Dickdarm sind aber vorrangig für die Verdauung von Pektinen und Cellulose verantwortlich, nicht für die Verdauung von Stärke. Die für die Verdauung von Pektinen und Zellulose verantwortlichen Bakterien vermehren sich jedoch bei einem PH-Wert zwischen 6,8 und 7,5. Eine Reduktion dieser Bakterien führt gleichzeitig zu einer Reduzierung der Verdauungsleistung, damit einer reduzierten Energiegewinnung, weiterhin steigt die Kolikgefahr durch Fehlgärungen drastik an und die Stoffwechselprodukte der absterbenden Bakterien (Endotoxine) können zu schweren Stoffwechselproblemen (Rehe etc.) führen.
Zellulose und Pektine sind die Lebensgrundlage für die Nutzbakterien in Blind- und Dickdarm. Es gibt immer noch Menschen die glauben, Stroh würde hier eine ausreichende Nahrungsgrundlage bieten. Stroh ist jedoch überwiegend ligninhaltig, es besteht also größtenteils aus Holzfasern. Die guten Darmbakterien sind jedoch für die Erhaltung und Vermehrung auf Zellulose angewiesen. Wenn man viel Stroh füttert, so werden sich die guten Darmbakterien reduzieren und es werden sich vermehrt Lignin abbauende Bakterien bilden welche die guten Zellulose abbauenden Bakterien weiter verdrängen.
Damit steigt die Kolikgefahr und zudem wird dein Pferd auf Grund eines Unwohlseins längere Lösungsphasen beim Reiten benötigen.
Stroh sollte kein Nahrungsmittel sein, auch wenn dieses immer noch gerne behauptet wird. Wenn dein Pferd etwas am Stroh knabbert, so ist dieses OK.
Wer jedoch genügend Heu füttert, mindestens 1,5 Kilo pro hundert KG Körpergewicht, besser jedoch zur freien Verfügung, der beschäftigt sein Pferd genug.
Verfüttere nur leicht verdauliches Kraftfutter (Getreide) welches im Dünndarm einer vollständigen Verdauung unterzogen werden kann.
Hafer ist die für das Pferd noch am besten verdauliche Energiequelle. Vermeide schwer verdauliche Stärkequellen wie unbehandelte Gerste oder Mais. Zur unbehandelten Gerste ist für das Pferd nur zu ca. 23 % verdaulich, die von Mais zu ca. 28%. Damit würde unweigerlich unverdaute Stärkereste und somit milchsauer Nahrungsbrei in den Blinddarm/ Dickdarm gelangen und die Darmflora negativ beeinflussen.
Habe keine Angst vor Hafer, nicht der Hafer sticht, die Menge die aus Unvernunft gefüttert wird macht lebendig. Wenn sie es gewöhnt sind 2 Kilo Gerste am Tag zu füttern, so musst Du wegen der besseren Vertäglichkeit des Hafers die Futtermenge einfach reduzieren. Rechnerisch setzen 600 Gramm Hafer genau so viel Energie frei wie 2 Kilo unbehandelte Gerste. 
Um dein Pferd lange gesund zu erhalten, soll es sich von Heu und nicht von Kraftfutter ernähren. Füttere nicht mehr als 30% Kraftfutter im Verhältnis zur Gesamtration.
Vor allem füttere Körnerfutter nur in dem Fall, in dem dein Pferd extremen körperlichen Belastungen ausgesetzt ist.
Die wenigsten Pferde überhaupt brauchen Kraftfutter.

Algen: Spirulina

Spirulina ist ein nährstoffreiches Super Food aus der Natur, welches seine nutzbringende Wirkung auf die menschliche Gesundheit längst unter Beweis gestellt hat.

 

Spirulina, auch unter der deutschen Bezeichnung Blaualge bekannt, ist ein Superfood, welches als Nahrungsergänzungsmittel erstaunliche gesundheitsfördernde Effekte aufweist.

 

Doch auch Besitzer von Pferden können die gesundheitliche Situation ihres Pferdes durch die Zufütterung von Spirulina nachhaltig unterstützen.

Spirulina ist somit für Pferde  eine ideale Nährstoffversorgung für eine optimal funktionierende Magen-Darm-Flora, für glänzendes Fell, gesunde Haut und ein gutes Immunsystem.

 

Dosierung:

Die Dosierung von Spirulina muss bei Pferden vom Gewicht der Tiere abhängig gemacht werden.

Das Spirulina Pulver kann direkt unter das Futter gemengt werden.

 

Bei einem Lebendgewicht eines Pferdes von bis zu 300 kg wird eine tägliche Dosierung von 10 g Spirulina empfohlen.

Tiere, die bis zu 600 kg Lebendgewicht auf die Waage bringen, können täglich 20 g Spirulina erhalten.

 

Überdosierungen haben sich als nicht nutzbringend herausgestellt und sollten im Hinblick auf den empfindlichen Magen-Darm-Trakt der Tiere auch vermieden werden.

 

Spirulina unterstützt bei Pferden die Herzfunktion, es wirkt sich positiv auf die Blutgefäße aus und harmonisiert die Magen-Darm Flora.

Behandlungserfolge zeigen sich immer wieder auch bei weichen oder brüchigen Hufen und Nervenschwäche, welche sich in vermehrter Unruhe oder Nervosität eines Tieres zeigen kann.

 

 


Ekzemer? Was kann man naturheilkundlich tun?

Wie kannst Du das Pferd naturheilkundlich behandeln?

 

Von Ekzemerdecken halte ich nichts. Die Haut muss atmen, braucht eine entsprechende Pflege aus Naturprodukten.

Zudem sollte dein Pferd artgerecht gehalten werden und ohne Stress seinen Alltag erleben dürfen.

 

Um die betroffenden Stellen naturheilkundlich zu behandeln, kannst du nachfolgende Produkte/Zutaten zusammenstellen und deinem Pferd verabreichen.

Es wird deinem Pferd guttun und Linderung verschaffen.

 

Anwendung:

Täglich die betroffenden Stellen mit einer Mischung aus einem fetten Basisöl und ätherischen Ölen einreiben.

Mischung: 1 Liter Öl (Sonnen oder Olivenöl), dazu 30 ml Teebaumöl und 30 ml Lavendelöl.

 

Innerlich: Kräutermischung aus gleichen Teilen Brennessel, Löwenzahn und Bärlauch, täglich davon 20 – 40 g über 4-6 Wochen füttern.

Zusätzlich Apis D12, täglich 12-15 Tabletten geben.

 

Viel Erfolg und gute Besserung!


Gebisslos reiten ist gesünder für dein Pferd.

Zuerst müssen wir wieder einen Blick in die Natur werfen: Wenn ein

Pferd etwas im Maul hat, dann ist das natürlicherweise Futter. Das Pferd

hat dann Ruhe und Zeit, es fühlt sich sicher, um der Nahrungsaufnahme

nachzugehen.

 

Wenn ein Pferd sich unsicher fühlt, aufgeregt ist und sich schnell

bewegen muss, frisst es nicht. Es hat also in solch einer Situation nichts

im Maul.

Für die schnelle Bewegung brauchen Pferde viel Sauerstoff für den

Muskelstoffwechsel. Sie müssen viel Luft einatmen, um genug Sauerstoff

in die Lungenbläschen zu bekommen und auch genügend Kohlendioxyd

über die Atemwege abstoßen können. Dazu wird der Kopf-Hals-Winkel

gestreckt und der Kehlkopf geöffnet. Die auszustoßende Luft muss

ungebremst hinaus können. Verengte Luftwege stoppen diesen Vorgang

und es bleibt kohlendioxydbeladene Luft teilweise in der Luftröhre

zurück und vermischt sich mit frischer Atemluft. Nach einiger Zeit wird

die in die Lungen gelangene Luft immer weniger Sauerstoff enthalten,

 

zum Nachteil des Stoffwechsels.

 

Wenn das Pferd Nahrung, also einen Fremdkörper, im Maul hat, melden

die Nerven dem Körper Ruhe, geringe Atmung, Atemwege verschließen,

schlucken. In dieser Situation wird der Atemweg nur wenige Male pro

Minute kurz und wenig geöffnet. Die dabei in die Lungen strömende Luft

reicht nicht aus, den Sauerstoffbedarf bei Muskelanstrengung zu decken

oder den erhöhten Kohlendioxyd-Gehalt des Blutes ausreichend zu

reduzieren. Wenn das Pferd nur grast, ist dies ja auch nicht erforderlich.

Kommt nun aber ein Fremdkörper ins Maul, der keine Nahrung ist,

sondern das Trensengebiss und das Pferd muss Muskelarbeit leisten,

entsteht im Rachen ein Konflikt: die Nervenreflexe melden, dass etwas im

Maul ist, dass gekaut, geschluckt und der Kehldeckel geschlossen werden

muss. Gleichzeitig wird gemeldet, dass erhöhter Sauerstoffbedarf wegen

der Muskelarbeit besteht und dass der Kehlkopf weit gestellt und heftig

geatmet werden muss.

 

Die Muskulatur im Kehlkopfbereich erhält beide Meldungen.

 

Junge Pferde, die zu hart eingeritten werden, können Krämpfe in den

verschiedenen Muskeln, die zu den Stellknorpeln im Kehlkopf gehören,

erleiden. Manchmal lösen sich diese Krämpfe nicht wieder. Die Pferde

haben Schluckbeschwerden und ein unnatürliches Atemgeräusch. Oft

werden diese Pferde operiert, weil man glaubt, es würde eine

anatomische Missbildung vorliegen. Diese Operationen vergrößern den

Schaden noch, viele Pferde verlieren dabei ihre Stimme und können gar

 

nicht mehr wiehern.

 

Nicht alle Pferde erleiden Kehlkopfprobleme, manchen gelingt es, die

Reflexe im Rachen zu überlisten, trotzdem bleibt auch bei ihnen das

Problem der Einengung des Atemweges. Da mit einem Fremdkörper im

Maul viel Speichel produziert wird, besteht immer die Gefahr, dass dieser

durch den weit gestellten Kehlgang in die Luftröhre gelangt, was

Hustenreiz auslöst. Erfahrene Pferde verhindern das, indem sie die

Zungenwurzel zurück ziehen, wobei der Kehldeckel etwas steiler

 

gedrückt und der Atemweg eingeengt wird.

 

Eine ähnliche Situation entsteht bei abgewinkeltem Kopf, wie er in der

Dressurhaltung verlangt wird. Der Luftstrom wird beengt von der

hinteren Rachenwand (Begrenzung des Luftsacks), die durch den

Schädelknochen und den 1. Halswirbel zusammengedrückt und in den

Rachen hineingewölbt wird, und vom weichen Gaumen, der sich nach

 

oben wölbt.

 

Ein Pferd, das durch Gebisseinwirkung (= Schmerzen) veranlasst wird,

seinen Kopf abzuwinkeln, drosselt also seine Luftzufuhr und seine

 

Sauerstoffversorgung für das Blut.

 

Ich wünschte mir, dass die Reiter mehr auf die Gesundheit ihrer Pferde

Rücksicht nehmen und die Pferde mehr gebisslos geritten werden..


 

Folge deinem Gefühl...